Beerdigungstreffen wird zur eindrucksvollen Manifestation mit mehr als 500 Teilnehmern

Written by on 19. Oktober 2020

Und wie zu erwarten war, keine Reaktionen vom Bürgermeister und seinen Gemeinderäten

Nicht erwartet war dagegen der Erfolg hinsichtlich der Teilnahme…

… bei dem Treffen zur Unterstützung für den Geschäftsmann Ramón Catalán (La Bodega de Jandía, in Morro Jable), mit der Hunderte von Menschen, etwa 500 – 600  (die Organisatoren sprachen von mehr als 1000 Teilnehmern), ihre Ablehnung gegenüber dem Mangel an Unterstützung durch die Gemeinde und anderen Institutionen für Unternehmen und Betriebe , die vom Tourismus leben, zum Ausdruck brachten. Die Veranstaltung endete um etwa gegen 17:30 Uhr mit einer kurzen Ansprache durch die Organisatoren  um den Menschen zu danken , an der auch Personen aus anderen Gemeinden wie Tuineje, Antigua, Puerto del Rosario und La Oliva teilnahmen.

Die Manifestation begann um 16.00 Uhr im Hafen von Morro Jable und fand in einer Atmosphäre statt, die von anderen Besuchern “als leiseste und gesittetste Demonstration seit 100 Jahren” bezeichnet wurde, was aber wohl eher dem Charakter der Beerdigung entsprach und weshalb auch die meisten Teilnehmer- wie gebeten- in schwarz gekleidet erschienen.

Viele der Teilnehmer die da waren, sind selbst betroffen – Geschäftsleute, Angestellte, Mitarbeiter in ERTE oder Menschen, die aufgrund der wirtschaftlichen Situation auf der Insel arbeitslos wurden.

Ramón Catalán und die Organisatoren verlasen zwar kein endgültiges Manifest und kündigten es für Montag an, aber sie dankten allen Menschen und Familien, die nach Morro Jable kamen, für ihre Unterstützung.

Die Bürger reklamieren: solange der Gemeinderat von Pájara keinen neuen Plan für “echte Hilfen” beschliesst, wird es “keine Zukunft” geben und beklagen, dass sie seit mehreren Monaten “nichts als nur leere Versprechungen” gehört haben und keine  Antwort erhalten haben, weder von der Gemeindeverwaltung noch von der Insel- oder der Autonomieregierung. Man redet sich damit heraus, dass das, was in anderen Gemeinden möglich sei, die lokale Witschaft zu unterstützen, sind Illegale Massnahmen und nicht gesetzeskonform.

“Null Einkommen, Null Steuern” oder auch “Bürgermeister hilf deinen Bürgern” waren unter den am häufigsten wiederholten Parolen.


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