Thomas Cook insolvent

Written by on 24. September 2019

Der Touristikkonzern Thomas Cook hat Insolvenz beantragt. Alle Flüge wurden gestrichen. Auch deutsche Tochterunternehmen stellten den Verkauf ein. Rund 600.000 Touristen sind unmittelbar von dem Zusammenbruch betroffen.

Die Bemühungen, den angeschlagenen britischen Touristikkonzern Thomas Cook zu retten, sind gescheitert. Es sei bereits ein entsprechender Insolvenzantrag vor Gericht gestellt worden, teilte der Konzern auf seiner Website mit. Betroffen sind davon etwa eine Million Kunden, die ihren Urlaub erst noch antreten wollten, aber auch rund 600.000 Thomas Cook-Kunden, die derzeit schon im Urlaub sind.

Unternehmenschef Peter Fankhauser bedauerte das Scheitern der Gespräche und sprach in der Erklärung von einem „tief traurigen Tag“ für den Konzern. Noch bis Sonntagabend war mit Investoren über eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von 200 Millionen Pfund verhandelt worden. Das Traditionsunternehmen benötigte das Geld, um in die Zukunft seines Geschäfts zu investieren.

Thomas Cook war 1841 gegründet worden und betreibt Hotels, Ferienressorts, Airlines und veranstaltet Kreuzfahrten. Der Konzern hat knapp 21.000 Mitarbeiter weltweit.

„Reisen können nicht gewährleistet werden – Bund gewährt aber einen Überbrückungskredit“

Der Ferienflieger Condor, Teil der Thomas-Cook-Gruppe, versicherte kurz nach Bekanntwerden der Insolvenzpläne, dass der Betrieb weitergehe. „Condor Flüge werden weiterhin durchgeführt, obwohl die Muttergesellschaft Thomas Cook Group plc ‎Insolvenz eingereicht hat“.
Zwischenzeitlich haben sich in Deutschland der Bund und das Land Hessen auf einen Überbrückungskredit für die deutsche Konzerntochter Condor geeinigt. Wie Condor mitteilte, liegt die Höhe des Kredits bei 380 Millionen Euro. Condor sei ein profitables Unternehmen, das die Perspektive habe, nicht nur zu überleben, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich zu sein, so Altmaier. Die Schwierigkeit der Fluglinie seien nicht „hausgemachte Probleme“. Deshalb basiere die Entscheidung auf betriebswirtschaftlichen Fakten und nicht auf politischen Kriterien. Die Bundesregierung sei deshalb überzeugt, dass der Kredit auch zurückgezahlt werden kann.

Durch die Zahlung werden viele der fast 5000 Arbeitsplätze erhalten, sagte Altmaier. Außerdem ermögliche man 240.000 Passagieren, zu annehmbaren Bedingungen nach Deutschland zurückzukehren. Durch den jetzt gewährten Kredit steigt auch die Zuversicht, dass deutsche Urlauber nun möglicherweise doch noch ihre bereits gebuchten Pauschalreisen und Flüge antreten können. (FS)

Bericht: tagesschau.de

 


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